Emotionen und Gefühle im Ausbildungsalltag


Gefühle und Emotionen können uns manchmal ganz schön aus der Bahn werfen. Ob sie privaten oder beruflichen Ursprungs sind ist völlig irrelevant. Sie beeinflussen Denken und Handeln, sind die Leiter unseres Seins. Sie zu unterdrücken oder beiseite zu schieben geht meistens schief.

Ein Gefühl wird gefühlt, wahrgenommen: warm, kalt, Hunger, Angst, gut, schlecht, angenehm oder unangenehm. Emotionen sind objektbezogene, spezifische Gefühle. Sie werden herausgetragen, wie Wut oder Freude. Manche sagen auch, dass man Emotionen sehen kann, Gefühle nicht.

Wie man als Azubi im Arbeitsalltag mit Emotionen umgeht

Neue Umgebung
Als Auszubildender erlebt man sehr viele neue Gefühle und Emotionen. Es gibt viele neue Situationen auf die der Körper in irgendeiner Weise reagiert. Oft ist es nicht ganz einfach damit angemessen umzugehen. Der Chef raunzt dich an oder ein Kollege kritisiert deine Arbeit. Wie soll man damit professionell, aber dennoch individuell umgehen?

Natürlich gibt es auch viele positive Emotionen und Gefühle am Arbeitsplatz, diese können in den meisten Fällen offen gezeigt werden, solange es im angemessenen Rahmen bleibt. Ein Witz, ein herzhaftes Lachen und gute Laune sind in der Regel kein Problem und erheitern die Stimmung. Doch was tun, wenn Ärger, Frustration, Enttäuschung und Wut in einem hochkochen?

Sowohl positive als auch negative Stimmungen sollten nicht unterdrückt werden. Auch nicht während der Ausbildung am Arbeitsplatz. Eine aktive Auseinandersetzung mit Gefühlen und Emotionen hilft, im späteren Berufsleben solchen Situationen besser gewappnet zu sein.

Emotionen unter Kontrolle halten – Tipps und Ratschläge

  • Wer merkt, dass zum Beispiel Wut oder schlechte Laune zu dominieren scheinen, sollte sich bewusst ein wenig bewegen. Ein Gang zur Toilette oder anbieten die Post wegzubringen kann den ersten Emotionsausbruch lindern. Tief und langsam durchatmen und sich bewusst machen, dass es vielleicht gar nicht so schlimm war. Aktiv die Energie der Wut oder der Frustration umwandeln und abbauen.
  • Handlungsoptionen: Gefühle und Emotionen können einen wie gelähmt fühlen lassen. Diesem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit kannst du entgegenwirken, denn es gibt fast immer Handlungsoptionen.
  • Ursache ermitteln: Wodurch wurde dieses Gefühl oder jene Emotion ausgelöst? Wo liegt der Grund der negativen Gefühlslage? Versuche den Ursprung zu ermitteln und auch, warum er dich in diese Lage versetzt. Das Grübeln darüber verringert die Emotion und dient der Ablenkung,
  • Nach der Arbeit den Gefühlen freien Lauf lassen: körperliche Anstrengung wird von vielen als Ventil für schlechte Laune auf der Arbeit oder gegen Stress verwendet. Das befreit den Kopf und lindert die Auswirkung der Emotion. Außerdem hilft es, auf die nächsten emotionalen Herausforderung mit mehr Gelassenheit zu reagieren. Aber auch Stift und Papier können ein Überkochen der Emotionen verhindern. Einfach alles aufschreiben, was einem im Kopf herumschwirrt. Ihr werdet sehen: über Aufgeschriebenes denkt ihr automatisch weniger bis gar nicht mehr nach.
  • Mit Kollegen und Freunden austauschen: Gerade während der Ausbildung lernst du viele neue Leute kennen. Kollegen mit denen du dich auf Anhieb super verstehst und Kollegen zu denen du eine etwas distanziertere Beziehung hast. Aus Kollegen können schnell Freunde werden, schließlich seht ihr euch so gut wie jeden Tag. Wenn ihr eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut habt, könnt ihr auch mit Kollegen über eure Gefühle und Emotionen reden. Oft haben sie Ratschläge und betrachten die Situationen automatisch nüchterner.

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