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Die fairsten Unternehmen für Frauen – Der Frauen Karriere Index schafft Klarheit


„Frauen und Karriere“ – über kaum ein anderes Thema wird so heiß in Talkshows und Umfragen debattiert. Doch trotz langer Kontroversen wissen Frauen und Berufseinsteigerinnen noch immer nicht so recht, wie sie Berufsziele und Familienplanung unter einen Hut bringen sollen. Aktuell arbeiten fast 70 % der berufstätigen Mütter in Teilzeit. Mag sein, dass einige keine Karriere machen wollen und sich in Teilzeit wohlfühlen. Was aber ist mit allen weiblichen qualifizierten Fachkräften, die praktisch keine Betreuung für ihr Kind haben oder in ihrem Unternehmen keine Aufstiegschancen erhalten? Das gilt nicht nur für Mütter, generell verdienen Frauen durchschnittlich 22% weniger als Männer, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten.

Die Diskussion ist hoch emotional und wird oft durch Meinungen und Weltanschauungen über Rollenklischees verunglimpft. Doch jetzt gibt es endlich ein rationales, auf Zahlen und Fakten beruhendes Bewertungssystem, welches die Unternehmen mit den fairsten Aufstiegschancen aufzeigt: Der Frauen Karriere index!

Eine Formel für die frauenfreundlichsten Firmen

Um Unternehmen zu vergleichen und die fairsten Firmen für Frauen zu prämieren, tüftelten zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einem Bewertungssystem. Es entstand ein standardisiertes und unabhängiges Instrument zur Evaluierung der Frauenförderung in Unternehmen. Wo erreichen Frauen Führungspositionen und welche Unternehmen bauen den Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus, zum Beispiel durch firmeneigene Kindergärten? Zahlreiche Einzelprojekte stecken hinter dem Großprojekt „Frauenförderung“. Ein komplexes Punktesystem für verschiedene Kategorien schafft den ultimativen Vergleich der Unternehmen anhand von Zahlen. Die Top Ten der Unternehmen mit dem besten Arbeitsklima für Frauen findet frau auf der Webseite des Frauen Karriere Index. Ein Blick auf die Liste verrät, wo Frauen faire Arbeitsbedingungen vorfinden.

Frauenquote, Frauen Karriere Index – ist das wirklich nötig?

Tatsächlich: Frauen werden in unterschiedlichen Firmen auch extrem unterschiedlich behandelt. Während manche Firmen zwischen Frauen und Mänenrn keinen Unterschied machen, ist bei anderen das Gegenteil der Fall. Ein berühmtes Beispiel ist Helena Morrisey. Sie studierte in Camebridge und arbeitete nach dem Abschluss in Philosophie bei einem Finanz-Investor. Dann bekam sie das erste Kind und wunderte sich, dass sie nicht befördert wurde. Sie stellte fest, dass ihr Neugeborenes das Problem sei, denn junge Mütter könnten nicht befördert werden, so die Chefetage. Morrisey kündigte und fing bei Newton Invest an. Jetzt ist sie Chefin des Unternehmens, verwaltet Milliarden von Pfund und hat inzwischen neun Kinder! Auch andere Frauen wechselten aus diesem Grund zur Konkurenz und hatten dort wesentlich mehr Erfolg. Deshalb macht ein Vergleich nach Chancen für Frauen durchaus Sinn.

Wer steckt hinter dem Frauen Karriere Index?

Die Formel zum Vergleich der frauenfreundlichsten Firmen ist das Produkt des Vereins „Initiative Frauenpreis e.V.“. Dieser wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist somit absolut seriös. Die fortschrittlichsten Unternehmen werden mit dem Frauenpreis ausgezeichnet. Gründerin der Initiative ist die Unternehmensberatern Barbara Lutz, die selbst international positive Erfahrungen als Frau in Führungspositionen machte, aber in Deutschland auf Schranken in den männlichen Köpfen traf. Auf der Seite des Frauen Karriere Index erzählt sie: „Ich habe meine Karriere in einem US-amerikanischen Unternehmen begonnen. Zu Beginn meiner Berufstätigkeit erschien mir das Thema “Frau und Karriere” als unerheblich – man machte das einfach.

Dieser Eindruck verfestigte sich sogar noch, als ich anschließend in ein französisches Unternehmen wechselte. Dort war es nicht ungewöhnlich, hochschwanger die wichtigsten Projekte zu verantworten und als Geschäftsführerin zwei Kinder zu haben. In meiner Beratertätigkeit war es jedoch für meine deutschen Mandanten durchaus gewöhnungsbedürftig, dass eine zweifache Mutter in einer Top-Position arbeitet.“

Deutsche Unternehmen liegen nach dem Frauen Karriere Index hinter ausländischen Firmen zurück, doch die Debatte führt zu einer langsam, aber stetigen Aufholjagd. Mit dem Index und dem Preis, der von der Bundesfamilienministerin überreicht wird, soll nun ein neuer Anreiz geschaffen werden, damit Firmen aktiv in Sachen Frauenförderung werden und sich damit ein besseres Image sichern.


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