Assessment-Center

Das Assessment Center


Es klingt bedrohlicher als das gute alte „Vorstellungsgespräch“, doch von dem englischen Business-Vokabular sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer eingeladen wird, liegt schon weit vorn im Auswahlverfahren und scheint gute Qualifikationen für die Stelle mitzubringen. Grund genug selbstbewusst zu sein. Dennoch sind Assessment Center tatsächlich anders aufgebaut, als ein klassisches Bewerbungsgespräch, dass man nach ein bis vier Stunden überstanden hat. Ein gewisser Grad an Aufregung ist also berechtigt. Damit das Lampenfieber im gesunden Rahmen bleibt, klären wir die Zweifel!

Was ist ein Assessment Center?

Das Assessment Center ist ein Personalauswahl­verfahren im Bewerbungsprozess. Man durchläuft dabei verschiedene Etappen und Übungen, die man nacheinander abarbeitet. Das Ganze kann ein bis drei Tage dauern. Ziel ist es, die Fähigkeiten eines Bewerbers zu ermitteln, um festzustellen, ob er für die Stelle geeignet ist. Oft spielen auch psychologische Aspekte, die über das Verhalten und den Charakter Auskunft geben eine Rolle.

Assessment Center Test – Wie läuft er ab?

Anders als im Vorstellungsgespräch sitzt man beim Assessment Center häufig mit seinen Konkurrenten beisammen. Nach einer Vorstellungsrunde finden meist Gruppendiskussionen statt. Interessant für die Personaler sind zum einen die Fähigkeiten des Bewerbers und zum anderen das Verhalten innerhalb der Gruppe: Ist man kollegial oder will man sich hervorheben, kann man sich durchsetzen, oder geht man in der Masse unter. Beliebte Elemente des Assessment Center sind Fallstudien, bei denen man gemeinsam ein fiktives Problem der jeweiligen Abteilung bearbeitet, z.B. „Sie arbeiten in der Logistik und die Warenlieferung wird durch Bahnstreiks verzögert. Wie gehen Sie vor?“ Außerdem können Intelligenztests sowie Selbstpräsentationen und Rollenspiele auf dem Programm stehen. Am Ende steht häufig ein persönliches Gespräch mit den Chefs und Personalern an.

Wie bereite ich mich vor?

Natürlich sollte man sich auf den Tag des Tages vorbereiten, zu sehr ins Detail kann man jedoch nicht planen. Schließlich ist es wichtig natürlich und authentisch zu erscheinen und spontan zu agieren. Wer Sätze und Gesten einstudiert wirkt verkrampft. Dennoch gibt es Punkte, die man zur Vorbereitung im Kopf haben sollte:

  • Teamfähigkeit spielt eine große Rolle, achte daher auf dein Verhalten in der Gruppe. Gern gesehen sind Menschen, die sich mit Vorschlägen, Fachwissen und Meinungen einbringen, aber auch zurück nehmen können, um Anderen Raum zu geben. Häufig mögen es Personaler, wenn sich ein Kandidat die Namen der Mitbewerber merkt und sie anspricht. Das zeigt Integrationskraft.
  • Fragen zu Schwächen und Stärken sind klassisch. „Meine Schwäche ist Schokolade“, ist ein alter Hut und erzeugt Augenrollen. Gute Schwächen kann man durch Lösungsvorschläge aushebeln: „Ich nehme Kritik manchmal ein wenig zu persönlich, jedoch hilft mir diese Sensibilität, um mit Blick für das Detail Fehlerquellen frühzeitig aufzuspüren und zu beseitigen.“
  • Auch die Körpersprache ist wichtig: selbstbewusst, aufrecht, Blickkontakt zu Teilnehmern und Personalern, nicht nervös mit Fuß, Finger, Kuli trommeln!
  • Auf Fragen wie „Was machen Sie den ganzen Tag?“ „Wann sind Sie gescheitert?“ „Nennen Sie drei Meilensteine in Ihrem Lebenslauf!“ sollte man nie abstrakt und allgemein, sondern immer mit Beispielen und Anekdoten antworten.
  • Dialogfähigkeit und aktive Gesprächsführung zeigt man auch durch Rückfragen.
  • Für die Allgemeinbildung empfiehlt sich die Woche vor dem Assessment Center aufmerksam Zeitung zu lesen, vor allem die Teile Wirtschaft und Politik.
  • Sei dir bewusst, dass du während der gesamten Zeit unter Beobachtung stehst und geprüft wirst, auch wenn gerade keine Aufgabe ansteht.

 Wie bereite ich mich organisatorisch vor?

  • Termin direkt beim Unternehmen bestätigen und verbindlich zusagen
  • Rechtzeitig Unterkunft und Anreise buchen, sofern nötig
  • Wird ein Ablaufplan geschickt, sollte dieser aufmerksam studiert werden
  • Kläre offene Fragen beim jeweiligen Ansprechpartner im Voraus
  • Hole Infos zum Unternehmen ein und studiere die Internetseite
  • Erfahrungsberichte auf Seiten wie „www.kununu.com“ können einen Eindruck vermitteln
  • Saubere, passende Kleidung zurechtlegen und genügend Schlaf schnappen

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