Ausbildungsarten in Deutschland


Nach dem Schulabschluss steht für Abiturienten erst einmal die Frage an: Studium oder Ausbildung? Dabei vergisst man schnell einen wichtigen Punkt, der in die Überlegung dringend einzubeziehen ist: Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung! Das gilt natürlich auch für Schulabgänger aller Schulformen. In Deutschland gibt es die Duale Ausbildung, die Schulische Ausbildung und die Abiturientenausbildung. Und dann gibt es auch noch die triale Ausbildung, die auch Duales Studium genannt wird. Für unterschiedliche Interessen, kommen verschiedene Ausbildungsformen in Frage. Aber ersteinmal muss man sich gründlich orientieren, was sich überhaupt hinter all diesen Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung verbirgt.

Dual, Trial, Gehoben – Was steckt hinter den Ausbildungsformen?

Die Begrifflichkeiten sind sich sehr ähnlich, weshalb es häufig schwerfällt die unterschiedlichen Formen der Ausbildung auseinander zu halten. Die Duale Ausbildung ist beispielsweise nicht mit dem Dualen Studium zu verwechseln. Das Duale Studium beinhaltet eine Ausbildung neben dem Studium im wöchentlichen Wechsel. Also eine Woche Uni, eine Woche Ausbildungsplatz im Betrieb. Am Ende stehen Bachelor und Gesellenbrief. Das Ganze wird auch als triale Ausbildung bezeichnet, da es nicht nur Berufsschule und praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb, sondern als drittes Element das Studium beinhaltet. Die Duale Ausbildung hingegen beschreibt die gewöhnlichste Form der Ausbildung, nämlich das Zusammenspiel aus theoretischer Berufsschule  und Arbeit im Ausbildungsbetrieb. In der Berufsschule lernt man Inhalte verschiedener Fächer und schreibt Klausuren, während man auf der praktischen Arbeit das Berufsfeld kennenlernt und je nach Ausbildung ein Gesellenstück als Abschluss herstellt, zB. ein Kuchen als angehender Konditor oder ein Holzmöbelstück als werdender Tischler. Außerdem gibt es noch die gehobene Ausbildung, sie wird auch Abiturientenausbildung genannt. Die schulische Ausbildung findet man in Unternehmen vor, die fernab der Technik liegen.

Weiterentwicklung nach der Dualen Ausbildung

Am Ende der Dualen Ausbildung steht der Gesellenbrief. Entweder man steigt dann direkt in den Beruf ein, wenn man Glück hat wird man direkt übernommen, oder man hängt weitere Qualifikationenm dran. Häufig gibt es viele Weiterbildungen, die auf die Ausbildung aufbauen. So kann man sich später in einem Bereich spezialisieren, z. B. kann man sich von der Schneiderin zur Kostümschneiderin weiterbilden. Oder man macht den Meister und befähigt sich damit zur Gründung eines eigenen Betriebes, in welchem man dann selbt Lehrlinge ausbildet. Natürlich kann man auch ein Studium dranhängen und sich somit für Führungspositionen im jeweiligen Gewerbe oder für höhere Stellen qualifizieren. Als Hotelfachfrau kann man zB. einen Bachelor im Bereich Gastronomie Management machen, oder als Hebamme Medizin studieren, um dann Frauenärztin zu werden.

Die Qual der Wahl

Auf dem Weg in den perfekten Beruf gibt es einige klassische Schritte mit Erfolgsaussicht. Zunächst die reifliche Überlegung der eigenen Interessengebiete. Das Hinsetzen und Nachdenken über die Frage: „Was macht mir Spaß?“ und „Wofür interessiere ich mich?“ aber auch „Was erwarte ich von meinem späteren Beruf?“ sollte nicht unterschätzt werden. Also nehmt euch Zeit und probiert euch in Praktika ersteinmal aus! Bei der Suche nach dem richtigen Beruf helfen außerdem Übersichten aller Ausbildungen, wie das Ausbildungs Lexikon oder auch Filme von Azubis im Arbeitsalltag. Wenn dann einigermaßen klar ist, welcher Beruf und welche Region für die Ausbildung anstehen, dann finden sich passende freie Ausbildungsplätze in der Stellenbörse für Praktikum, Ausbildung und Studium.


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